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13.08.2014 Quergedacht: Gedanken von Detlef Wuttke 13.08.2014: Die Sache mit dem “i”

Fast unbemerkt hat sich die Abkürzung für die Öffentlich bestellten Vermessungsingenieure in Sachsen geändert. Per Rechtsverordnung wurde aus dem ÖbV der ÖbVI.

Viele werden denken, was soll das? Haben die da in Dresden keine anderen Sorgen?

Hierzu muss man die Hintergründe kennen. Vermessung ist in Deutschland Ländersache. In 14 Ländern gibt es ÖBVI´s. In Bayern gibt es keine und in Sachsen seit 1991 Öbv´s.

Ich selbst war dabei, wo man uns diesen Unterschied plausibel machen wollte. Man merkte an, dass es sächsische Sparsamkeit wäre. Mit drei Buchstaben würde genau so viel ausgedrückt, als mit vieren. Das klang aus dem Munde eines Beamtem mit schwäbischem Akzent schon etwas verwunderlich. Aber gutmütig, wie wir Sachsen besonders in der damaligen Zeit waren, akzeptierten wir die neue sächsische Sparsamkeit und lebten damit 23 Jahre.

Nun sprach man von Vereinheitlichung im deutschen Sprachgebrauch. Es wäre dringend erforderlich sich anzupassen. Der Alleingang wäre für das Land nachteilig und so kam im Juli das „i“ dazu.

Das bedeutet für alle ÖbVI in Sachsen Formulare ändern und neue Briefbögen drucken zu lassen.

Die Sache hat trotz allen Mehraufwandes etwas Gutes. Das „i“ bedeutet Ingenieur und zeigt damit die Leistung eines Ingenieures an. Denn es schmerzte früher schon, wenn man als Öffentlich bestellter „Vermesser“ angeschrieben wurde und der Ingenieur keine Würdigung fand. Immerhin hat man erfolgreich ein Studium und ein Referendariat abgeschlossen!

Ein Buchstabe- große Wirkung!

Übrigens, der Freistaat Bayern passt sich nicht an. Weiterhin keine ÖbVI und schon gar keine ÖbV.



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