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03.03.2016 Pflasterstein gleich Grenzstein?

Ein Pflasterstein mit eingeritztem Kreuz ist KEIN Grenzstein!

Kürzlich erhielt ich einen Auftrag zur Ermittlung eines Grenzpunktes.

Draußen ergab sich folgende Situation:

Am Bruchpunkt der Grenze fehlte die Grenzmarke, aber ca. 2 m entfernt befand sich eine Art Pflasterstein mit eingeflextem Kreuz auf seiner Oberfläche.

Die Antragsteller waren der Auffassung, dass wäre ihr Grenzstein.

Dieser Irrglaube verflog ganz schnell, denn ich zog am Stein und schon hielt ich ihn in meiner Hand. Es war eben doch nur ein gewöhnlicher Pflasterstein. Dieser erfüllte keinerlei Voraussetzungen, denn Flurstücke sind mit festen Grenzmarken zu versehen.

Der Fachmann sagt zum Setzen eines Grenzsteins Abmarkung. Der besagte Pflasterstein saß locker im Erdreich. In Sachsen sollen Grenzsteine aus Granit oder vergleichbarem Gesteinsmaterial verwendet werden. In der Regel sind sie 40 bis 60 Zentimeter lang. Häufig werden aber auch Granitquader mit angefügtem Verankerungsrohr gesetzt. Diese sind auch sehr standhaft und haben Widerhaken, wodurch ein Versetzen oder Entfernen enorm erschwert wird.