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09.10 Grenzbäume pflanzen - Keine gute Idee

"Grenzbäume" zerstören oder verändern die Lage eines Grenzzeichens - von einer Bepflanzung nahe eines solchen Steines ist deshalb abzuraten

Genau das passierte in Gornau im Erzgebirgskreis.

Dort wo vor 20 Jahren ein Grenzstein gesetzt wurde, steht heute ein 5 m hoher Baum.

Ein Beteiligter sagte: „Um die Grundstücksecken auf der Wiese besser zu sehen, haben wir an die Grenzsteine nach der Vermessung Bäume gepflanzt.“

Die Wurzeln haben mittlerweile den Stein entweder verdrückt oder wurde von den Wurzeln überwachsen. Ohne das Entfernen des Baumes ist eine Grenzsteinsuche und Überprüfung nicht mehr möglich. Auch das Setzen eines neuen Grenzzeichens ist nicht mehr durchführbar.

Ein „Grenzbaum“ gilt heute auch nicht mehr als gültige Abmarkung. Grenzbäume haben ausgedient, da Grenzen zentimetergenau bestimmt werden.

Es gibt nun 2 Möglichkeiten:

Langfristig von der Abmarkung des Grenzpunktes abzusehen oder den Baum zu entfernen und den Abmarkungsmangel beheben.

 

Meine Meinung: Keine Bäume unmittelbar neben Grenzsteine pflanzen. Bäume verdrängen Grenzsteine. Grenzbäume sind nicht mehr zeitgemäß.

 

Regeln zu Grenzbäumen finden sie im §923 des BGB.

Hier finden Sie außerdem unser Formular zum Antrag einer Grenzwiederherstellung