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30.07 54 Jahre Vermesser - Für einen besonderen Mann ein besonderer Abschied

Heinz- Walter Röscher aus Chemnitz in den beruflichen Ruhestand verabschiedet

Folgender Bericht war dazu am 18.07.2020 in der Chemnitzer Freien Presse abgedruckt:

Detlef Wuttke, Vermessungsingenieur aus Chemnitz, ehrte jetzt einen besonderen Menschen. An königlich-sächsischem Standort, nämlich am 1896 festgelegten trigonometrischen Punkt auf der Dittersdorfer Höhe, dankte er einem seiner Mitarbeiter für unermüdliches Engagement. Vermessungstechniker Heinz-Walter Röcher, seit 1966 als Landvermesser aktiv, hatte sein 25-Jähriges im Dienste der Wuttkes abgeschlossen und wurde in seinen beruflichen Ruhestand verabschiedet. Prägend für Heinz-Walter Röchers Berufsleben sei sein dreijähriger Aufenthalt in Israel gewesen, den er 1973 im Rahmen eines Jugendaustauschprogramms startete. Kurz nach der Wende taten sich für ihn und seine Ehefrau dann neue berufliche Chancen auf. Diese nutzte die Familie Röcher und siedelte nach Chemnitz um. Hier wurde auch seine Frau schnell stadtbekannt. Denn sie ist inzwischen die Vorsitzende der jüdischen Gemeinde in Chemnitz. Zur Verabschiedung Heinz-Walter Röchers schwärmte sein bisheriger Chef Detlef Wuttke dann: "Sein Einstieg in mein Büro war eine echte Bereicherung, nicht nur fachlich durch seine langjährige Erfahrung in der Katastervermessung, sondern auch menschlich, durch seine soziale und tolerante Einstellung gegenüber anderen, gekoppelt mit seiner Lebensweisheit und seinem unerschütterlichen Optimismus." Ein Studium hatte Röcher aus beruflichen Gründen nie angetreten. Zu seiner Verabschiedung sagte sein Chef Detlef Wuttke aber dann: "Gäbe es die Möglichkeit, hätte ich ihm den Titel Vermessungsingenieur ehrenhalber verliehen."

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