Meridiansäule K13

Wir unterstützen die Arbeit des Mercatorvereins e.V. . Gern stellen wir auf dieser Internetseite Platz für Informationen rund um das Projekt K13 - Eine Meridiansäule in Chemnitz-Kleinolbersdorf zur Verfügung.

Projekt K 13: Festliche Enthüllung

Am Samstag, den 20.08.2016, um 17 Uhr war es soweit. Die Meridiansäule wurde feierlich enthüllt.

Musikalisch umrahmt wurde die Enthüllung durch den Posaunenchor der evangelischen Kirchgemeinde und den Schwarzbachchor. Festredner war der Ehrenpräsident der Ingenieurkammer Sachsen, Prof. Dr. sc. techn. Reinhard Erfurth. Weitere Redner waren Tibor Stemmler, Amtsleiters des Städtischen Vermessungsamtes Chemnitz, Reinhard Gerlach, Ortsvorstehers von Kleinolbersdorf-Altenhain, Baumeister Prof. Winfried Himmer und Oliver Wuttke, Vorsitzender des Mercatorverein e.V.

Die Idee zum K13

Der Inhaber der Wuttke Geogroup besuchte das Klimahaus 8° Ost in Bremerhaven. Er war begeistert, welche touristische Anziehungskraft Längengrade haben können.

Die Idee war geboren, den 13. Längengrad in Kleinolbersdorf-Altenhain sichtbar zu machen. Eine neue Sehenswürdigkeit für die Bürger und Gäste der Ortschaft.

Es sollten drei Jahre vergehen, bis die Idee zur Realität wurde. Standortsuche, Gestaltung, Genehmigung und Finanzierung waren die Hürden, die es zu meistern galt.

Was sind Längengrade?

Das sind direkte Linien, die auf der Erdoberfläche vom Nord- zum Südpol verlaufen. Es wird hier vom Nullmeridian aus gezählt. Insgesamt gibt es 360 Längengrade, jeweils 180 in östlicher sowie westlicher Länge.

Im 19. Jahrhundert war Großbritannien die führende Seefahrernation. Wer die genaue Position seines Schiffes auf See ermitteln wollte, brauchte eine Sextante, die Ortszeit auf See und die Referenzzeit an Land. Es war für die Briten naheliegend, dass die Referenzzeit in ihrer Hauptstadt liegt.

Die Entscheidung zur Festlegung des 0-Längengrades und damit auch zur Festlegung der Referenzzeit, fiel auf die Sternwarte im Londoner Stadtteil Greenwich.

KOORDINATEN DES SÄULENMITTELPUNKTES

Geografische Koordinaten

50°48´3.6108" Nord

13°0´4.014" Ost

Normalhöhe 484 m über NHN (Pegel Amsterdam)

Projektrealisierung

Dipl.-Ing. Winfried Himmer, Professor an der Hochschule für Technik und Wirtschaft in Dresden, war von der Idee, eine Meridiansäule auf dem 13. Längengrad zu errichten, begeistert. Er fertigte den Entwurf und schlug damit die Brücke zur sächsischen Ingenieurskunst des 19. Jahrhunderts. Er ist verantwortlich für die Realisierung dieses aus sächsischem Sandstein errichteten Meridiansäulenensembles.

Blick nach Süden

Die Säule hat einen Schlitz – besser gesagt einen „Sehschlitz“. Er gibt den Blick nach Süden, entlang des 13. Längengrades, frei.

Bei guter Sicht kann man entlang des Erzgebirgskamms Keilberg und Fichtelberg erkennen. Weiter kann man vom K13 leider nicht sehen – verfolgt man den 13. Längengrad auf dem Globus in Richtung Südpol weiter, geht es Richtung Salzburg, Palermo und Luanda.

Nördliche 13°-Partnerorte sind Potsdam, Stralsund, Malmö, die Lofoten und Spitzbergen.

Das Geheimnis der Sitzbank

Sie lädt in ihrer schlichten Schönheit zum Verweilen ein. Am Banksockel befinden sich die in einander verschlungenen Buchstaben S und H.

Das Monogramm bedeutet „So`ham“. In der fernöstlichen Tradition unterstützt dieses Mantra die Meditation. Eingeatmet wird auf „SO“ und das Ausatmen erfolgt auf „HAM“. Der Meditierende verbindet sich gedanklich mit dem Allumfassenden, denn So`ham bedeutet „Er bin ich“ oder „Ich bin er“. Die Sitzbank lädt also zur Meditation über das Verbundensein des Ich’s mit dem Universum ein. Der Standort der Bank ist ideal hierfür.

Wie komme ich zum K13?

Bilder von der Enthüllung und dem Meridianfest am 20. August 2016

Unter Bildergalerie Meridianfest finden Sie die besten Schnappschüsse.

Auf den Spuren des Mercator

Wissenswertes zum Film

Zum Meridianfest am 20.08.2016 feierte er seine Uraufführung, der Kinder-Kurzfilm „Auf den Spuren des Mercator“ von Michael Teuchert und Dr. Benita Martin.

 

In einer kurzen Handlung erzählt er von der Reise auf dem 13. Längengrad östlicher Länge, es werden zwischen Südpol und Nordpol bekannte Orte wie Palermo, Salzburg, Potsdam, Stralsund, Malmö, die Lofoten und Spitzbergen gezeigt und nicht zu vergessen, die Meridiansäule in Chemnitz-Kleinolbersdorf.

Über den Mercatorverein

Der Mercatorverein e.V. ist der Projektträger. Durch ihn und viele Sponsoren konnte die Idee schließlich in die Tat umgesetzt werden und die Meridiansäule K13 in den Jahren 2014 bis 2016 errichtet werden. Der Mercatorverein e.V. sieht sich als Förderer von Wissenschaft, Forschung und Berufsausbildung auf dem Gebiet der Geodäsie und Geoinformation. Namensgeber war Gerhard Mercator (1512 bis 1594). Er war seines Zeichens ein großer Kartograf und Globenhersteller.

Danksagung

Der Mercatorverein e.V. dankt dem Staatsbetrieb Sachsenforst für die Gestattung des Aufstellens der Säule sowie der Stadt Chemnitz, insbesondere dem Tiefbauamt und seinem Bauhof in Kleinolbersdorf-Altenhain, für ihre Unterstützung.

Liste der Sponsoren